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Sonntag, 29. November 2009

:: Noch ein Hinweis { Forschung }

Gestern bin ich über meine Referrer auf die Website (englisch) von Bruce DePalma gestossen, der u. a die sog. N-Maschine (n-machine), ein Gerät zur Erzeugung freier Energie nach einem Entwurf von Michael Faraday (Faraday-Generator) gebaut hat. Bezeichnend: DePalma war schliesslich gezwungen, die USA zu verlassen und lebt und arbeitet m. W. inzwischen in Neuseeland.

Das ist etwas, das bei den ganzen Vorträgen usw. zu "freier Energie" oft unter den Tisch fällt: Auf der einen Seite tut man enthusiastisch und "informiert"; in Wirklichkeit wird jedoch, wo es nur geht, verhindert, dass diese Technologie auf den Markt kommt. Ich selbst beschäftige mich mit Unterbrechungen jetzt seit ca. vier Jahren mit diesem Thema, und in dieser ganzen Zeit hat es - entgegen aller "Ankündigungen" - keinen einzigen Durchbruch gegeben.

Dazu ein sehr treffendes Zitat:

"We live in a technological world. We tend to think all problems in the world can be solved through science and technology. If this were the case, we would have free energy now, and the world would be at peace."
—Bruce DePalma

Hier noch der Link zu einem von mehreren Artikeln auf der Website von Bruce DePalma, aus dem auch obiges Zitat stammt: "The Problem Of Free Energy".

Noch eine Erfahrung von mir: Am 20.11.06 fand im Stuttgarter Forum 3 ein Vortrag der kanadischen Autorin Jeane Manning zum Thema "Freie Energie" statt. Zu meiner Enttäuschung mußte ich allerdings feststellen, dass Jeane Manning mit den technischen Aspekten nur unzureichend vertraut war, so dass während ihres Vortrags bzw. der nachfolgenden Diskussion mehr als einmal Unsicherheiten auftraten; zum anderen wurde die Tatsache, dass die Technologien, um die es hier ging, nach Kräften unterdrückt wird, praktisch gar nicht erwähnt.1 Da stellt sich mir dann schon die Frage: Was ist hier eigentlich los? War das nur "Show" - eben ein interessanter Abend, und das war's dann?

Und: Im Anschluß an den Vortrag ging eine Adressliste für eine neu zu gründende Gruppe zum Thema herum, auf der man sich eintragen konnte. Als ich kurz mit dem Initiator unterhielt, mußte ich zu meiner Überraschung feststellen, dass ich mich einige Monate zuvor anläßlich eines alternativen Aktionstages auf dem Stuttgarter Schloßplatz (u. a. mit - dreißig Jahre alten - Konzepten von Elektroautos: nur für eine Person; keine Knautschzone; vielleicht 60 km/h schnell usw.) diskutiert hatte. Der Grund für die Diskussion: dieser Mensch ließ sich von DaimlerChrysler sponsorn. Auf meinen kritischen Hinweis bekam ich in etwa zur Antwort: Ja, er wüßte ja ... usw. ... und natürlich wäre es nicht schön, dass eine Konzerntochter Komponenten für Landminen herstellen würde ..., aber .. usw. usf.. Ich war damals versucht, ihn zu fragen, was er denn einem Kind aus Afghanistan sagen würde, dem beide Beine fehlen; ich habe es dann aber gelassen.

Dieser Mensch wollte nun also eine Gruppe zum Thema "Freie Energie" gründen. Nachdem ich mich zuerst (da wußte ich noch nicht, mit wem ich es zu tun hatte) auf der Liste eingetragen hatte, habe ich mich später wieder aus dem Verteiler löschen lassen. Bis heute habe ich nichts mehr von dieser Gruppe gehört. Mein Eindruck: Hier werden Ressourcen gebunden, um das Ganze dann langsam, aber sicher im Sande verlaufen zu lassen.
1 In der Pause kam ich kurz mit zwei Männern ins Gespräch, die mir sagten, dass ihre eigene "Freie Energie"-Initiative mittlerweile vom CIA unterwandert sei. (Sie hatte mir damals den URL ihrer Website genannt; leider habe ich ihn nicht mehr parat.) Da sich diese Gruppe auf die Arbeiten des verstorbenen Viktor Schauberger konzentriert hat, ist das meiner Ansich nach gar nicht so abwegig, wie mancher vielleicht glauben mag.

Donnerstag, 26. November 2009

:: Kurze Notiz { Intern }

Da (abgesehen von den Beiträgen zum Thema "Freie Energie" - wie es scheint, ein "Dauerbrenner, bei dem es allerdings auch nicht so richtig vorwärts geht) die Resonanz gerade auf meine Beiträge zu Themen wie "Film und Fernsehen" und "Musik" praktisch gleich Null ist, habe ich auch keine Lust mehr, dieses Blog weiterzubetreuen.

Freitag, 9. Oktober 2009

:: Und noch eins ... { shop windows }

Ein weiteres Foto aus der "shop windows"-Serie von 2004

Foto © Copyright 2004 by Claus Cyrny.

:: Nochmal Schaufenster { shop windows }

Noch ein Foto aus meiner zweiten "shop windows"-Serie von 2004

Foto © Copyright 2004 by Claus Cyrny.

:: Traurig { Kritisches }

“Der Mensch ist des Denkens nicht in hohem Maße fähig.” (Hermann Hesse)

Wie ich täglich aufs Neue feststellen muß, hat dieser Satz heute mehr Gültigkeit denn je. Nur ein Beispiel: Ich erinnere mich noch gut daran, wie Anfang der achtziger Jahre alles mit gespannter Erwartung auf das “Orwell-Jahr” 1984 blickte, um zu sehen, wieviel von dem, was Orwell in seinem Roman prophezeit hat, eingetroffen sein würde (oder eben auch nicht). Heute – 25 Jahre später – haben wir Orwells Prophezeihungen, was das technisch Machbare angeht, weit hinter uns gelassen. Und was passiert? “Big Brother” ist zu einer Fernsehshow verkommen, und die immer häufiger installierten Überwachungskameras werden von den meisten Bürgern überhaupt nicht mehr wahrgenommen. So kann es auch gehen.

Ist da am Ende irgendetwas in der Atmosphäre, dass die Leute immer mehr abstumpfen? Ist es die Mobilfunk-Strahlung? Oder das Fernsehprogramm? Es war übigens genau im Orwell-Jahr 1984, als in der damaligen Bundesrepublik das Privatfernsehen eingeführt wurde, und obwohl das Ergebnis von vornherein klar war, da man an der Entwicklung z. B. in den USA ja sehen konnte, wohin das führen würde, ist es trotzdem gemacht worden. Ergebnis: Das deutsche Fernsehen, das noch in den Siebzigern weltweit mit das höchste Niveau hatte, ist zu einer Verdummungsmaschine ohnegleichen verkommen. Ist das Fortschritt?

Mittwoch, 7. Oktober 2009

:: Wohin? { Design }

Poster (quot;Welche Zukunft?quot;)

Grafik © Copyright 2009 by Claus Cyrny.

Das ist ein Poster, das ich vor einiger Zeit nur so zum Spaß gemacht habe. Ich wollte einen etwas "futuristischen" Look.

:: Schaufenster { shop windows }

Foto aus meiner ersten "shop windows"-Serie (2004)

Foto © Copyright 2004 by Claus Cyrny.

Das ist ein Foto aus meiner zweiten "shop windows"-Serie von 2004 (die allererste Serie habe ich im Sommer 2002 fotografiert). Da die Unschärfe in diesem Fall doch ihren Reiz hat, habe ich das Foto so gelassen, wie es ist, von minimaler Nachbearbeitung im Gimp einmal abgesehen. Kamera: Canon AE-1; Film: Fujichrome Sensia 200.

P.S.: Ich werde hier vermutlich noch weitere Fotos aus dieser Serie posten. Bis dahin könnt ihr euch eine Auswahl in der Online-Galerie von depo consulting, einer Consulting-Firma in der Nähe von London, anschauen.

:: Schatten der Vergangenheit { Kritisches }

Als ich gegen Ende 2006 hier bei Twoday gerade ein neues Blog angefangen hatte, das ausschließlich aus kritischen Beiträgen bestehen sollte, bekam ich auf einmal von einem Unbekannten eine Email, in der dieser Mensch, ganz offensichtlich um mein Wohlergehen besorgt, mir riet, mich doch "auf das Positive, Schöne im Leben" (ich paraphrasiere hier) zu konzentrieren, statt mich mit solch schweren Themen zu beschäftigen. Und ich fiel natürlich prompt darauf herein und löschte das besagte Blog.

Inzwischen frage ich mich, aus welcher Ecke dieser Mensch wohl kam. Ich habe da so meine Ideen ...

:: Was geht? { Kritisches }

Eigentlich ist es schon erschreckend, wenn ich mir überlege, dass wir anno 2009 leben, dass aber viele gerade technische Möglichkeiten, mit denen es uns wesentlich (!) besser gehen könnte, sprichwörtlich "ausgebremst" werden. Da wird allerorten "Umweltbewußtsein" demonstriert - demonstriert, wie gesagt (das scheint gerade so etwas wie eine Modewelle zu sein), aber nur soviel, dass man etwas zum Herzeigen hat. Grundsätzliche Änderungen sind - so mein Eindruck - nicht erwünscht.

Ein Beispiel: Autos mit Wasserstoffantrieb. Wie ich vor ein paar Tagen im Internet gelesen habe, ist es anscheinend ohne größeren Aufwand möglich, ein Serienauto auf Wasserstoff umzurüsten.

„Das Projekt zeigt, dass jedes Serienfahrzeug für den Wasserstoffbetrieb umgebaut werden kann“, betont Teamleiter Dirk Kok vom Institute of Automotive and Manufacturing Advanced Practice der University of Sunderland.

 Bernd Otterbach: "Umrüstung auf Wasserstoff".

Jetzt könnte man meinen, dass überall - staatlich subenvtioniert und unterstützt von einem neue anzulegenden Netz von Wasserstofftankstellen - eine großangelegte Umrüstaktion anlaufen würde, aber so einfach darf man es den Leuten schließlich nicht machen. So wird die Öffentlichkeit eben weiter mit peu à peu eingestreuten "Nachrichten" abgespeist, der Wasserstoffantrieb sei eben - leider, leider - "noch nicht marktreif", man "arbeite daran" (seit wieviel Jahrzehnten?).

Und so ist es praktisch überall. Es sind, um ein anderes Beispiel zu nennen, zwar immer häufiger Fotovoltaikanlagen zu sehen (ok: hier und da), andererseits aber ja nicht so viele, um den Status Quo (Kernkraft, Wasserkraft, Kohlekraftwerke) zu gefährden. (Im Englischen gibt es dafür den schönen Begriff "dangling carrot"). Mir fällt zu dieser ganzen Entwicklung unwillkührlich das böse, m. E. aber leider sehr zutreffende Wort "Dummweltschutz" ein; anders kann man das meiner Meinung nach einfach nicht bezeichnen, nach dem Motto: Veränderungen? Natürlich, aber bitte nur im Kleinen.

:: Ratlos { Kritisches }

Angesichts der immer chaotischeren Verhältnisse um mich herum frage ich mich, wie das wohl weitergeht. Verdummung allerorten - und die Masse macht brav alles mit. Es scheint mir fast so, als würden die Leute quasi im Tiefschlaf dahinleben und mittlerweile auch die krassesten Mißstände widerspruchslos hinnehmen, auch wenn z. B. kritisch überklebte Wahlplakate zeigen, dass es doch auch Leute gibt, die die Verlogenheit unseres Systems durchschauen und sich dagegen wehren.

Gerade die immer chaotischeren Verhältnisse in öffentlichen Verkehrsmitteln - insbesondere am Freitag- und Samstagabend - lassen bei mir den Verdacht aufkommen, dass diese Zustände "von oben" gewollt sind. Als ich neulich abends den Fahrer einer Stadtbahn wegen des zunehmenden Alkoholkonsums in den Stadtbahnen - trotz angeblichen Alkoholverbots, wie gesagt - angesprochen habe, hat er gemeint, ihn würde das auch ärgern, weil er dann immer abends die leeren Flaschen aufsammeln müßte, aber - und das ist ein wörtliches Zitat: "Das wird von oben toleriert."

Ich meine, das ist doch sehr interessant, und das bestätigt auch meinen wiederholten Eindruck, dass auf der eine Seite "beteuert" wird: "Wir tun, was wir können." - in Wirklichkeit wird aber praktisch nichts getan, außer vielleicht (z. B. in den Stadtbahnen) irgendwelche Alibiplakate aufhängen, von denen vermutlich nur die Werbestudios und die Druckereien profitieren - die Fahrgäste mit Sicherheit nicht.
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