Erfahrung statt Erfindung { Buchtip }
Ich habe mir heute ein - jedenfalls dem ersten Eindruck nach - hochinteressantes Buch aus der Stadtbücherei ausgeliehen , und zwar handelt es sich dabei um "Die Zukunft der Geschichte" von Christian Graf von Krockow, Im ersten Kapitel, as ich gerade lese, zeigt der Autor den Unterschied des Geschichts- (bzw. eher Traditions-)Bewusstseins der Menschen vergangener Jahrhunderte im Vergleich zu der "Geschichte" auf, wie sie heute gesehen wird - als etwas, das "hinter uns liegt", während die Tradition vergangener Zeiten organisch mit dem Jetzt verbunden war.
Durch die Lektüre wird mir auch der Unterschied zwischen den Menschen früherer Zeiten1, wo die - von Generation zu Generation weitergegebene - Erfahrung wichtig war, zu unserer "modernen" Zeit erst richtig bewusst, wo der technische Fortschritt den Menschen praktisch davonläuft, und wir - statt einmal stehenzubleiben und uns umzuschauen, wo wir denn eigentlich "sind" - verzweifelt versuchen, dem sogenannten "Fortschritt" hinterherzulaufen (ich erlaube mir jetzt einmal, das etwas flapsig zu formulieren).
Ich meine in diesem Buch auch den Schlüssel zu etwas wiederzufinden, was uns "fortschritts"verwöhnten Neuzeitlern immer mehr abhanden kommt - : Bescheidenheit.
Nachtrag: Wenn der Autor jedoch im Zusammenhang mit dem 11. September ein "dichtes Netz an Kontrolle" fordert, dann denke ich unwillkürlich: Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?
1 Ich nehme an, dass sich das gerade im Laufe des vergangenen Jahrhunderts grundlegend geändert hat. Christian Graf von Krockow selbst siedelt den Zeitpunkt - mit Beginn der modernen Geschichtswissenschaft - im 19. Jahrhundert an.
Durch die Lektüre wird mir auch der Unterschied zwischen den Menschen früherer Zeiten1, wo die - von Generation zu Generation weitergegebene - Erfahrung wichtig war, zu unserer "modernen" Zeit erst richtig bewusst, wo der technische Fortschritt den Menschen praktisch davonläuft, und wir - statt einmal stehenzubleiben und uns umzuschauen, wo wir denn eigentlich "sind" - verzweifelt versuchen, dem sogenannten "Fortschritt" hinterherzulaufen (ich erlaube mir jetzt einmal, das etwas flapsig zu formulieren).
Ich meine in diesem Buch auch den Schlüssel zu etwas wiederzufinden, was uns "fortschritts"verwöhnten Neuzeitlern immer mehr abhanden kommt - : Bescheidenheit.
Nachtrag: Wenn der Autor jedoch im Zusammenhang mit dem 11. September ein "dichtes Netz an Kontrolle" fordert, dann denke ich unwillkürlich: Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?
1 Ich nehme an, dass sich das gerade im Laufe des vergangenen Jahrhunderts grundlegend geändert hat. Christian Graf von Krockow selbst siedelt den Zeitpunkt - mit Beginn der modernen Geschichtswissenschaft - im 19. Jahrhundert an.
:: Claus - 12. Jan, 19:08 UTC + 1:00


