Montag, 5. August 2013

In der Stadt (5) | In der Stadt

Nachdem das zusätzliche Geld schon fast wieder aufgebraucht ist, stand ich heute vor der Wahl, ob ich den ganzen Tag zu Hause bleiben oder nach Stuttgart in die Stadt fahren sollte. Schließlich entschied ich mich für Letzteres und nahm mir vor, höchstens einen Betrag von EUR 7,- auszugeben. Ich wollte heute auch nicht schon wieder zu dem asiatischen Imbiß gehen (die Gründe dafür habe ich in einem älteren Beitrag erläutert) und entschied mich deshalb, nochmal für das vegetarische SB-Restaurant “Iden”. An der Kasse merkte ich dann aber schlagartig, dass das mit dem Essen nach Gewicht so seine Tücken hat, weil ich prompt bei fast sieben Euro gelandet war (ich wollte eigentlich nicht mehr als EUR 5,- ausgeben). Da war es also schon mal aus mit meinem Vorsatz.

Ich bin dann, um mir noch etwas zu gönnen und vielleicht Kontakt zu jemandem zu bekommen, wieder in die Buchhandlung “Wittwer” gegangen, wo ich vor dem Aufzug in den zweiten Stock Zeuge wurde, wie eine schon etwas ältere Schwäbin mit einer jungen Frau mit Kind noch schnell in den Aufzug zusteigen wollte, dessen Türen sich schon fast geschlossen hatten. Sie fragt also laut die Asiatin im Aufzug: “Hamernoblatz?” Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, mir diese schwäbische Stilblüte zu notieren. Das ist imho auch der Grund, weshalb in der Schule gelernte Fremsprachen bei der praktischen Anwendung so steril klingen: weil die Fehler, die zu einer gesprochenen Sprache einfach dazugehören, nicht mitgelernt werden. Statt dessen wird z. B. ein Schulenglisch gelernt, das in der englischsprachigen Welt so von keinem Menschen gesprochen wird.

Dann - nachdem ich wohl oder übel die Treppe in den ersten Stock genommen hatte - nochmal in “Mein Glück” von Werner Spies gelesen. Zu meiner Überraschung mußte ich festellen, dass Werner Spies in Rottenburg am Neckar augewachsen ist, wo ich geboren wurde und ebenfalls aufgewachsen bin.

Danach in der bei der Hitze innen völlig leeren “Holanka Bar” noch ein Espresso, den ich mir eigentlich gar nicht mehr leisten konnte. Er war auch viel zu schnell weg, und dann blieb mit eigentlich nichts weiter übrig, als zurück in meine Wohnung zu fahren. Als ich zu Hause das Budget der ersten fünf Augusttage ausgerechnet habe, hat mich fast der Schlag getroffen, weil ich pro Tag zehn Euro mehr ausgegeben habe als sonst. Die Lehre, die ich daraus ziehen kann, ist: auch wenn ich mehr Geld habe, mich zuerst einmal an mein normales Budget von EUR 6,- zu halten oder es zumindest im Auge zu behalten, sonst gebe ich in der ersten Euphorie einfach viel zu viel Geld aus und ärgere mich dann wieder über mich.

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