Samstag, 10. August 2013

Es ist wieder Wahlk(r)ampf | Kritisches

In Laufe der vergangenen Woche sind sie wieder aufgetaucht, die Wahlplakate der verschiedenen Parteien, auf denen die diversen Spitzenpolitiker um die Wette lächeln. Auf einem Plakat der SPD ist von einem “Dialog” die Rede. Nur komisch, dass den Politikern ihre Dialogbereitschaft immer erst kurz vor der Wahl einfällt. Auch die Linken machen es sich leicht: Mit denkbar niveaulosen Slogans wie “Schluß mit dem Gelaber!” meinen sie anscheinend, die Bürger irgendwie ansprechen zu können, und da laut der Gaussschen Normalverteilungskurve die überdurchschnittlich Intelligenten in der Minderzahl sind, ist diese Strategie ja auch erfolgreich.

So schauen die Politiker und Politikerinnen mit professionell eingeübtem Dauerlächeln auf uns herab, mit strategischem Kalkül abgelichtet vor einem Hintergrund, über dessen Beschaffenheit sich irgendwelche Werbeleute vermutlich stundenlang den Kopf zerbrochen haben. Bei der SPD ist dieser natürlich rot, hatte diese Partei doch irgendwann in ferner Vergangenheit den Ruf, eine Arbeiterpartei zu sein. Spätestens mit der Regierung Schröder und dem unseligen Hartz IV müßte dann aber auch dem Dümmsten klar geworden sein, dass der bei uns angeblich herrschende Pluralismus nur eine Farce ist, da die Regierung Schröder die unternehmerfreundliche Politik von Helmut Kohl nicht nur fortgeführt hat, sie hat - z. B. mit Hartz IV - auch noch eins draufgesetzt.

So werden wir - was natürlich längst abzusehen war - wieder mal verdummt, bis die Wahl am 23. September vorüber ist und die unseligen Plakate Gottseidank wieder verschwinden. An sich braucht sich aber niemand zu beschweren - genügt es, um wählen zu können, doch, dass man/frau a) deutscher Staatsbürger und b) volljährig sowie c) in der Lage ist, irgendwo zwei Kreuzchen zu machen. Ist das denn nicht ein bischen wenig? frage ich mich da. So lange die Wähler denn auch nicht irgendwo nachweisen müssen, dass sie zu ihrer Entscheidung wenigstens ansatzweise qualifiziert sind, da sie die politischen Zusammenhänge wenigstens grob begreifen, so lange braucht sich auch niemand zu beschweren, wenn wir nach Ende der Wahl - und das ganze Trauerspiel wiederholt sich ja alle vier Jahre - prompt wieder vera****t werden.

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