Was geht? { Kritisches }
Eigentlich ist es schon erschreckend, wenn ich mir überlege, dass wir anno 2009 leben, dass aber viele gerade technische Möglichkeiten, mit denen es uns wesentlich (!) besser gehen könnte, sprichwörtlich "ausgebremst" werden. Da wird allerorten "Umweltbewußtsein" demonstriert - demonstriert, wie gesagt (das scheint gerade so etwas wie eine Modewelle zu sein), aber nur soviel, dass man etwas zum Herzeigen hat. Grundsätzliche Änderungen sind - so mein Eindruck - nicht erwünscht.
Ein Beispiel: Autos mit Wasserstoffantrieb. Wie ich vor ein paar Tagen im Internet gelesen habe, ist es anscheinend ohne größeren Aufwand möglich, ein Serienauto auf Wasserstoff umzurüsten.
Jetzt könnte man meinen, dass überall - staatlich subenvtioniert und unterstützt von einem neue anzulegenden Netz von Wasserstofftankstellen - eine großangelegte Umrüstaktion anlaufen würde, aber so einfach darf man es den Leuten schließlich nicht machen. So wird die Öffentlichkeit eben weiter mit peu à peu eingestreuten "Nachrichten" abgespeist, der Wasserstoffantrieb sei eben - leider, leider - "noch nicht marktreif", man "arbeite daran" (seit wieviel Jahrzehnten?).
Und so ist es praktisch überall. Es sind, um ein anderes Beispiel zu nennen, zwar immer häufiger Fotovoltaikanlagen zu sehen (ok: hier und da), andererseits aber ja nicht so viele, um den Status Quo (Kernkraft, Wasserkraft, Kohlekraftwerke) zu gefährden. (Im Englischen gibt es dafür den schönen Begriff "dangling carrot"). Mir fällt zu dieser ganzen Entwicklung unwillkührlich das böse, m. E. aber leider sehr zutreffende Wort "Dummweltschutz" ein; anders kann man das meiner Meinung nach einfach nicht bezeichnen, nach dem Motto: Veränderungen? Natürlich, aber bitte nur im Kleinen.
Ein Beispiel: Autos mit Wasserstoffantrieb. Wie ich vor ein paar Tagen im Internet gelesen habe, ist es anscheinend ohne größeren Aufwand möglich, ein Serienauto auf Wasserstoff umzurüsten.
„Das Projekt zeigt, dass jedes Serienfahrzeug für den Wasserstoffbetrieb umgebaut werden kann“, betont Teamleiter Dirk Kok vom Institute of Automotive and Manufacturing Advanced Practice der University of Sunderland.
Bernd Otterbach: "Umrüstung auf Wasserstoff".Jetzt könnte man meinen, dass überall - staatlich subenvtioniert und unterstützt von einem neue anzulegenden Netz von Wasserstofftankstellen - eine großangelegte Umrüstaktion anlaufen würde, aber so einfach darf man es den Leuten schließlich nicht machen. So wird die Öffentlichkeit eben weiter mit peu à peu eingestreuten "Nachrichten" abgespeist, der Wasserstoffantrieb sei eben - leider, leider - "noch nicht marktreif", man "arbeite daran" (seit wieviel Jahrzehnten?).
Und so ist es praktisch überall. Es sind, um ein anderes Beispiel zu nennen, zwar immer häufiger Fotovoltaikanlagen zu sehen (ok: hier und da), andererseits aber ja nicht so viele, um den Status Quo (Kernkraft, Wasserkraft, Kohlekraftwerke) zu gefährden. (Im Englischen gibt es dafür den schönen Begriff "dangling carrot"). Mir fällt zu dieser ganzen Entwicklung unwillkührlich das böse, m. E. aber leider sehr zutreffende Wort "Dummweltschutz" ein; anders kann man das meiner Meinung nach einfach nicht bezeichnen, nach dem Motto: Veränderungen? Natürlich, aber bitte nur im Kleinen.
:: Claus - 7. Okt, 08:39 UTC + 1:00


