Die grosse Linie { Geschichte }
Weiter in "Die Zukunft der Geschichte" von Christian Graf von Krockow. So nebenbei erhalte ich (ich bin inzwischen auf Seite 52 angelangt) während des Lesens einen Schnellkurs in europäischer Geschichte seit Ende des Mittelalters. Dabei ist das etwas, was ich mir schon lange vorgenommen hatte: mich einmal näher mit der europäischen bzw. deutschen Geschichte1 zu beschäftigen. Leider hat mir bisher die nötige Energie gefehlt (ein Versuch war ein Band der "Deutschen Geschichte" von Ricarda Huch; ich hatte aber ehrlich gesagt nicht die Geduld, ihn bis zu Ende zu lesen).
Dabei ist es gerade das häufig fehlende Geschichtsbewusstsein, das das gegenwärtige Reformpalaver hierzulande für mich so unerträglich macht; hier fehlt mir sozusagen der Blick auf die "grosse Linie", bei deren Anwendung vieles auf einmal anders aussähe bzw. verständlicher würde (und damit vielleicht etwas leichter zu akzeptieren wäre), und hier helfen meiner Ansicht nach auch keine mit mehr oder weniger grossem Tamtam angekündigten "Reformen", die dann im Endeffekt eben überhaupt nichts verbessern - jedenfalls nicht für die breite Masse.
Mittlerweile bin ich soweit, zu akzeptieren, dass Reformen ("Reform" ganz im Sinne des Wortes, als "Umformung") sehr wohl stattfinden, aber in einem Massstab, der aufgrund unseres zu engen Blickwinkels vermutlich erst nachfolgenden Generationen deutlich werden wird.
1 Auf den meiner persönlichen Erfahrung nach ein- bis zweidimensionalen Geschichtsunterricht in der Schule will ich hier gar nicht näher eingehen, denn ich vermute mal, dass es inzwischen auch nicht viel besser geworden ist. (Ich nehme mir die Freiheit, das hier einfach so in den Raum zu stellen.)
Dabei ist es gerade das häufig fehlende Geschichtsbewusstsein, das das gegenwärtige Reformpalaver hierzulande für mich so unerträglich macht; hier fehlt mir sozusagen der Blick auf die "grosse Linie", bei deren Anwendung vieles auf einmal anders aussähe bzw. verständlicher würde (und damit vielleicht etwas leichter zu akzeptieren wäre), und hier helfen meiner Ansicht nach auch keine mit mehr oder weniger grossem Tamtam angekündigten "Reformen", die dann im Endeffekt eben überhaupt nichts verbessern - jedenfalls nicht für die breite Masse.
Mittlerweile bin ich soweit, zu akzeptieren, dass Reformen ("Reform" ganz im Sinne des Wortes, als "Umformung") sehr wohl stattfinden, aber in einem Massstab, der aufgrund unseres zu engen Blickwinkels vermutlich erst nachfolgenden Generationen deutlich werden wird.
1 Auf den meiner persönlichen Erfahrung nach ein- bis zweidimensionalen Geschichtsunterricht in der Schule will ich hier gar nicht näher eingehen, denn ich vermute mal, dass es inzwischen auch nicht viel besser geworden ist. (Ich nehme mir die Freiheit, das hier einfach so in den Raum zu stellen.)
:: Claus - 13. Jan, 21:28 UTC + 1:00


