{ Gimpology }

Sonntag, 5. November 2006

:: Hybrid-Grafiken { Gimpology }

"Hybrid" heißt in diesem Fall: indizierte PNGs mit und ohne Dithering in einer einzigen Grafik.

Hier erst einmal die Ausgangsgrafik in 24-bit:

Ausgangsbild

Das Problem: Beim "Dithering" (auf Deutsch heißt das glaube ich "Verstreuen" oder so ähnlich) werden die einfarbigen Flächen (außer "Weiß") leider ebenfalls gedithert, was dann etwa so aussieht:

Grafik in 8-bit (überall gedithert; Ausschnitt)

Vermeiden läßt sich dieser unschöne Effekt folgendermaßen:

Der Bereich, der nicht gedithert werden soll, wird ausgewählt:

Original-Grafik mit ausgewähltem Bereich

Dann wird diese Auswahl mit [CTRL] + C in die Zwischenablage kopiert.

Als Nächstes wird die Grafik mit den geeigneten Einstellungen gedithert (seht folgende Grafik; das ist nur ein Beispiel, das gerade für diesen Fall paßt; bei anderen Grafiken müßt ihr die Einstellungen entsprechend anpassen):

Einstellungen für das Dithering

Nun wird - und das ist der entscheidende Schritt - der Bildteil aus der Zwischenablage mit [CTRL] + V wieder in das geditherte Bild eingefügt und das fertige Bild ganz normal als PNG abgespeichert (ich nehme im Gimp die max. Kompressionsrate '9').

Abschließend die fertige Grafik in 8-bit-Farbtiefe - und diesmal ohne diese "komischen farbigen Pünktchen" im grauen Feld:

die fertige Grafik (8-bit)

Dieses Prinzip läßt sich natürlich für hauptsächlich aus farbigen Flächen bzw. Schrift (Schrift möglichst nie dithern) bestehende Grafiken auch umkehren; hier werden dann einfach die zu dithernden Bildbereiche in die Zwischenablage kopiert und nach dem Herunterrechnen ohne Dithering wieder ins Bild eingefügt. Die Anzahl der Farben sollte allerdings so hoch gewählt werden, daß für die geditherten Bildteile genügend Farben zur Verfügung stehen.

Donnerstag, 2. November 2006

:: Zitat für heute { Gimpology }

"Viele Wege führen nach Rom." - Ich weiß gerade nicht, wer genau das gesagt hat.

:: Weg - Ziel { Gimpology }

Schema

[ Verwendete Software: Inkscape 0.42 und Gimp 2.28. ]

Mit diesem für Computergrafik eher ungewöhnlichen Schema möchte ich veranschaulichen, daß es meiner Meinung nach wichtig ist, sich (jedenfalls bis zu einem gewissen Grad) von dem jeweiligen Grafik-Programm, mit dem man arbeitet (z. B. dem Gimp) zu lösen und sozusagen "programmübergreifend" (d. h. lösungsorientiert) zu denken. Während vielleicht bei dem einen Programm (die ich im obigen Schema mit A bis C bezeichnet habe, womit aber kein bestimmtes Programm gemeint sein soll) die Arbeitsschritte X, Y und Z zur gewünschten Lösung führen, sind es in einem anderen Programm vielleicht A, D' und F.

Der zweite Kreis von außen im Schema soll sozusagen eine Art "Interface" vom jeweiligen Programm hin zur angestrebten Lösung darstellen, und je nach verwendetem Programm (in diesem Fall: Bitmap-Editor) sieht dieses "Interface" von Fall zu Fall eben ein bischen anders aus, auch wenn die Arbeitschritte im Groben vielleicht ähnlich sind (kann, muß aber nicht sein; da kann man wirklich Überraschungen erleben).

Hört sich das irgendwie "esoterisch" an? Na ja, ich habe euch gewarnt! Aber, wie das eben so ist: Wenn man keine neuen Wege geht, wird man eben auch keine neuen Ergebnisse erzielen.

P.S.: Ich möchte hier auch noch hinzufügen, daß ich keiner esoterischen oder sonstigen Sekte angehöre (das würde mir auch wirklich noch fehlen). Ich habe lediglich vor über zwanzig Jahren zwei Jahre lang einen anthroposophisch orientierten Zeichen- und Malkurs besucht, auch wenn ich mit dieser Weltanschauung ansonsten nicht sehr viel zu tun habe (und auch nicht zu tun haben will, um es einmal ganz klar zu sagen).

Mittwoch, 1. November 2006

:: Zitat für heute { Gimpology }

"A craftsman doesn't complain about his tools."- Unbekannt

Montag, 30. Oktober 2006

:: Holistisch { Gimpology }

Logo

Unter dem provisorischen Namen "Gimpology"1 möchte ich in Zukunft in einer neuen Rubrik Tips zum Gimp geben - was evt. auf die Schwierigkeit stößt (vielleicht aber auch nicht), daß ich einen ganz neuen Ansatz verfolgen möchte, den m. W. bisher keines der mir bekannten Grafik-Tutorials beschreitet. (Ich kann das so auf die Schnelle auch nicht erklären, aber ihr werdet ja sehen.)

Was mir an vielen Tutorials im Web oder auch in Büchern nicht gefällt, sind a) die relativ mechanische Vorgehensweise (1., 2., 3. usw.) und b) die Tatsache, daß die User (mehr oder weniger) wie eine belieblig austauschbare Masse (lies: ziemlich unpersönlich; Anleitung nach "Schema F") behandelt werden und nicht als einzelne Menschen. Darüber hinaus haben viele Tutorials die (imho unselige) Tendenz, im Prinzip immer wieder - ggf. neu präsentiert - dieselben Dinge zu erklären. Das beeindruckt vielleicht Anfänger, auf mich wirkt das aber oft relativ steril und unpersönlich.

Was ihr hier in Zukunft also nicht lesen werdet, ist z. B. die einhundertfünfzigste Anleitung zum Erzielen eines Chrom-Effektes.2 Dagegen möchte ich versuchen, neue, teils relativ unkonventionelle Wege zu gehen - und euch vor allem dazu anregen, selbst kreativ zu werden, statt fertige Lösungen anzubieten, deren Reiz sich nach und nach immer mehr abnutzt. Es kann sogar vorkommen, daß etwa Ausflüge ins Philosophische (wie sie z. B. in dem Buch "Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten" zu finden sind) mit einfließen; macht euch also auf einiges gefaßt. ;-)
1 Ich bin von diesem Namen ehrlich gesagt selber nicht so begeistert; das ist mehr oder weniger eine Verlegenheitslösung. Alternativen waren u. a.: Gimp-O-verse, Gimp-o-versum, Gimp-o-logic, "Fragen Sie Dr. Wilber" bzw. "Leser fragen - Dr. Wilber antwortet" ("Wilber" ist der Name des Gimp-Maskottchens). Vielleicht fällt mir ja doch noch ein Name ein, mit dem ich einigermaßen zufrieden bin.
2 Zu diesem Thema habe ich bereits an anderer Stelle etwas geschrieben.
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