{ In der Stadt }

Samstag, 26. April 2014

In der Stadt (12) | In der Stadt

Obwohl es mir heute, bedingt durch die sehr anstrengende Woche, nicht so gut gegangen ist, bin ich doch hinunter nach Stuttgart gefahren - einfach, um mal etwas anderes zu sehen und irgendwo zu frühstücken. Mit etwas gemischten Gefühlen ging ich zum Café Königsbau. Ich hatte mich doch darauf gefreut, draußen unter den Arkaden zu frühstücken und hatte mir auch überlegt, ob ich es riskieren sollte, mir ein französisches Frühstück zu bestellen - “riskieren” wegen der doch relativ kleinen Tasse Milchkaffee. Unten auf dem Schloßplatz war ein Mann damit beschäftigt, die Metallstühle hin- und herzurücken, was ein nervendes, scharrendes Geräusch erzeugte, und ich fragte mich, ob ich das tolerieren könnte oder ob ich es doch besser in der (am Samstag relativ vollen) “Holanka Bar” in der Buchhandlung Wittwer versuchen sollte.

Nach kurzem Überlegen ging ich ins Café hinein und ließ mir die Tasse zeigen, die für den Milchkaffee verwendet wird. Sie war dann auch prompt so klein, wie ich mir das schon gedacht hatte. Ich konnte es mir dann nicht verkneifen, dazu eine Bemerkung zu machen, worauf die Frau vom Café nur meinte, dass man für den Milchkaffee eben nur diese Tassen hätte. Also verließ ich das Café wieder und ging in Richtung “Holanka Bar”. Auf dem Kleinen Schloßplatz (oder wie der jetzt heißt; früher hatte er jedenfalls noch ein gewisses Etwas, aber seitdem er komplett neu gestaltet wurde, finde ich ihn mit den ganzen Betonklötzen außenrum nur noch steril und unfreundlich), auf dem Kleinen Schloßplatz also sah ich schon von weitem, dass die “Holanka Bar” wieder so voll war, und draußen wollte ich mich nicht hinsetzen. Ok, also wieder zurück zum Café Königsbau. Das Stuhlgeschiebe war Gottseidank zu Ende, und weil ich ehrlich gesagt keine Lust hatte, ewig in der Stuttgarter Innenstadt nach einem geeigneten Fühstücks-Café zu suchen, beschloß ich, es ungeachtet der zu kleinen Tasse Milchkaffee eben doch mit dem französischen Frühstück zu versuchen. Da draußen keine Bedienung war (nur eine Frau, die, unterhalb der Arkaden auf dem Schloßplatz, lauter DIN A 3 große Speisekarten für das Frühstück verteilte), ging ich also nochmal ins Innere des Cafés, wo mir der Kellner mit den orange gefärben Haaren sagte, es würde gleich jemand kommen.

Ich mußte dann auch nicht lange warten, bis eine Bedienung kam und meine Bestellung aufnahm. Auf die kleine Tasse Milchkaffe hatte ich mich ja schon eingestellt; das Croissant war irgendwie flach zusammengedrückt, und die halbe Portion Butter reichte eigentlich auch nur fürs halbe Croissant. Unwillkürlich kommt mir bei so etwas der Ausdruck “schwäbischer Geiz” in den Sinn. Woanders bekommt man, wenn man einen Milchkaffee bestellt, eine richtig große Schale, und das stelle ich mir auch vor, wenn ich an “Milchkaffee” denke. Weshalb das im Café Königsbau nicht geht, weiß ich auch nicht. So gab ich der Bedienung, die gleich kassieren wollte, auch keine Trinkgeld, worauf diese sich wortlos umdrehte und wieder im Café verschwand.

Da ich eben einfach gerne unter den Arkaden sitze, werde ich wohl wieder ins Café Königsbau gehen - bis ich vielleicht irgendwo das definitive Frühstücks-Café entdecke, aber in der Stuttgarter Innenstadt werde ich da vermutlich wenig Glück haben; schließlich habe ich nicht umsonst über dreißig Jahre in Stuttgart gewohnt und kenne mich dementsprechend gut aus. Das Café Nast hinter der Markthalle hat - wenn auch relativ klein - doch ein gewisses Etwas, aber die Preise sind für meinen Geschmack doch relativ hoch. Einmal habe ich für eine (große) Tasse Milchkaffee und ein Stück Apfelkuchen mit Sahne über acht Euro bezahlt (das wären zu D-Mark-Zeiten noch über sechzehn Mark gewesen; ich möchte mal wissen, wer das damals für eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen bezahlt hätte). Dann gibt es z. B. noch das Grand Café Planie am Charlottenplatz; da gehe ich aber seit Jahren schon nicht mehr hin, weil es auch immer teurer wird; da läßt man sich eben das Ambiente (u. a. die wandfüllende Kopie eines Dix-Gemäldes) entsprechend bezahlen.

Samstag, 12. April 2014

In der Stadt (11) | In der Stadt

Auch heute (Samstag) war ich wieder in der Stuttgarter Innenstadt, unter anderem, um mir einen neuen USB-Stick zu kaufen, da ich meinen alten verloren habe. Nach der eher anstrengenden Stadtbahnfahrt war ich zuerst im Café Königsbau, wo ich mich draußen hingesetzt und ein Frühstück “Für Eilige” (EUR 3,90) bestellt habe. Während ich auf besagtes Frühstück gewartet habe, hat mich der unsympathische Kellner mit seinem orange gefärbten Kurzhaar genervt, der sich unten auf dem Schloßplatz laut mit seinem Chef unterhalten hat. Ich wollte meine Bestellung schon rückgängig machen und war schon auf dem Weg ins Café, als mir die Bedienung mit dem Frühstück entgegenkam. Sie hatte zwar statt der von mir bestellten Himbeermarmelade Aprikosenkonfitüre auf dem Tablett, aber das war mir jetzt auch egal. Das Brötchen war soweit ok, nur die Tasse Kaffee könnte deutlich größer sein. Überhaupt kann man sagen, dass das Café Königsbau zwar gute Sachen hat, die aber deutlich zu teuer sind. Die Kaffeetasse war eher eine etwas zu groß geratenen Espressotasse - ich denke, es wird klar, was ich sagen will.

Nach dem Café in den “Saturn”, den USB-Stick kaufen. Der war dann auch prompt um drei Euro reduziert, aber im Café bekommt man so etwas eben nicht hin. Da wird alles nur teurer. Wenn man bedenkt, dass man in bestimmten Straßencafés schon über drei Euro für die Tasse Kaffee bezahlt, finde ich das einfach nur gesponnen. Das sind immerhin über sechs Mark. Von mir aus könnte man jedenfalls sofort wieder die D-Mark einführen - aber dann auch wieder mit den alten Preisen, bitteschön.

Eigentlich bin ich ja bisher immer in die “Holanka Bar” im Wittwer gegangen (ich nenne das das “Buchcafé”), aber das ist besonders am Samstagvormittag immer so voll, dass ich keine Lust hatte, mir das anzutun, auch wenn der Kaffee dort deutlich billiger ist als im Café Königsbau. (Die Tasse “Crema” kostet EUR 1,80, der reichliche Milchkaffee EUR 2,80. Warum geht das im Café Königsbau nicht? Ist dort die Miete so teuer? Und wenn schon solche Preise, dann könnten wenigstens die Kaffeetassen etwas größer sein. Auch die Tasse Milchkaffee ist nicht gerade üppig.)

Nach dem enervierenden Gedudel im UG des “Saturn” war ich dann so geschafft, dass ich nicht weiter in der Innenstadt bleiben wollte, und nach einem kurzen Einkauf im dm-Markt machte ich mich wohl oder übel wieder auf den Heimweg. (Ich hatte mir einen schönen Vormittag in der Innenstadt vorgestellt.)

Da ich seit fünf Wochen wieder arbeite (eine Maßnahme, die sich “Teilhabe am Arbeitsleben” nennt), bin ich oft so geschafft, dass ich am liebsten niemanden sehen möchte - und in meiner Wohnung fällt mir dann aber prompt die Decke auf den Kopf. Das ist eben das Dilemma.

Bei der Arbeit hat mir mein Chef als Projekt ein in Word geschriebenes PC-Glossar zum Überarbeiten gegeben, aber nach ca. fünf Wochen Arbeit ist mir dann doch klar geworden, dass Word hierfür absolut ungeeignet ist. Ich brauche nur einen einzigen Seitenumbruch einzufügen, dann verschiebt es mir im ganzen restlichen Dokument die Leerzeilen, und ich kann dann hergehen und alles von Hand neu editieren. Deshalb habe ich mich entschlossen, mich in TeX einzuarbeiten. Ich habe auch ein gutes Online-Buch (englisch) entdeckt, aber das Ganze ist doch wesentlich komplexer, als ich gedacht hatte. Über TeX bin ich (ich habe derzeit Ubuntu 10.04 installiert) wieder auf Emacs gekommen, weil der eine relativ gute Unterstützung für das Editieren von TeX-Dokumenten bietet. Jetzt muß ich mich eben zuerst in Emacs einarbeiten und u. a. die ganzen Tastaturkürzel lernen.

Wann ich das nächste Mal in die Innenstadt gehe, weiß ich noch nicht. Unter der Woche bin ich nach der Arbeit jedenfalls so erledigt, dass an eine Fahrt in die Innenstadt nicht zu denken ist.

Dienstag, 10. Dezember 2013

In der Stadt (10) | In der Stadt

Heute war ich bei meiner Exkursion durch die Stuttgarter Innenstadt eine ganze Zeitlang in der Buchhandlung “Wittwer”, nach einer viertelstündigen Stadtbahnfahrt von Bad Cannstatt zum Charlottenplatz, wobei mich die ganzen unfreundlichen Gesichter um mich herum regelrecht geärgert haben. Was ist denn mit den Leuten nur los? Jeder drückt nur noch auf seinem Handy 'rum oder starrt unfreundlich vor sich hin. Ganz schlimm empfinde ich das unten in der S-Bahn-Haltestelle “Hauptbahnhof” - einer nicht nur baubiologischen Katastrophe ersten Ranges. Was sich da an Unfreundlichkeit und zwischenmenschlicher Kälte zusammenballt, sucht in Stuttgart wirklich seinesgleichen.

In der “Holanka Bar” im “Wittwer” dann als Trostpflaster erst mal ein Milchkaffee, den ich mir dann aber in einen Pappbecher umgießen ließ, um ihn beim Anschauen der Bücher weitertrinken zu können. (Es gab in der “Holanka Bar” gerade keinen Sitzplatz, und stehen wollte ich nicht.)

Entdeckungen: Nassim Nicholas Taleb: “Der Schwarze Schwan”. Ein Buch für Leute, die intelligent geschriebene Bücher schätzen. Der Autor geht u. a. davon aus, dass wir es in unserem alltäglichen Leben vor allem mit nichtlinearen Systemen zu tun haben, die - anders als lineare Systeme - eben nicht vorhersagbar sind. Dann: “Occupy World Street” von Ross Jackson, das u. a. Lösungsansätze aus unserer globalen Misere anbietet. Jackson propagiert dabei das sog. “Gaia”-Konzept, das die Welt als riesigen organischen Gesamtorganismus auffaßt. Und schließlich: “Die paar leuchtenden Jahre”, eine Gedichtsammlung von Mascha Kaléko, mit einem wunderschön und einfühlsam geschriebenen Essay von Horst Krüger.

Fazit: Der “Wittwer” ist gerade für Leute wie mich, die nicht viel Geld haben und sich gerade mal einen Milchkaffee leisten können, ein Eldorado an Inspiration, wo man stundenlang unbehelligt in den aktuellsten Büchern schmökern kann, auch und gerade dann, wenn man einen 80 Millionen Euro teuren Betonklotz als neue Stadtbibliothek hat, dessen Innenräume mich in ihrer Sterilität an die im Erdorbit rotierende Raumstation in “2001“ erinnern, wo sich Heyward Floyd mit diesen Russen unterhält.

So muss eben jeder in unserer immer unfreundlicher werdenden Gesellschaft seine persönlichen Nischen finden, wo es sich einigermaßen aushalten läßt.

Sonntag, 8. Dezember 2013

In der Stadt (9) | In der Stadt

Heute war ich auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt, und zwar nicht in dem Gedränge am Schillerplatz o. ä., sondern auf dem Schloßplatz beim Königsbau, wo man noch einigermaßen laufen kann. Unter anderem ist mir dabei ein Junge von kaum zwanzig aufgefallen, der allem Anschein nach irgendwie in Not war. Ich hatte kurz den Impuls, ihm zu helfen, habe ihm dann aber nur nachgeschaut. Was mich bei diesem Jungen so berührt hat, war, dass er eben nicht einer von den penetranten Bettlern war, die man insbesondere in der oberen Königstraße antrifft, wo sie einem, mit einer Krücke ausgestattet, die Hand mit dem Pappbecher aufdringlich entgegenstrecken. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass es sich dabei immer um dieselbe Krücke handelt, die einfach von einem zum anderen weitergereicht wird. Und dann muss man eben noch die Pose mit dem verdrehten Fuß einüben. Auch die “Demutsbettler” mit ihrer gespielten Unterwürfigkeit machen mich aggressiv.

Dann eine unerwartet positive Begegnung mit zwei Polizisten in Dunkelblau. Ich hatte schon lange das Bedürfnis, etwas loszuwerden, und als ich die beiden sah, sprach ich sie einfach an. Was mich so beschäftigt, ist ein spezieller Bettler, der immer auf dem Boden herumrutscht und dabei seinen nackten Beinstumpf präsentiert. Ich finde das jedesmal so ekelhaft, dass ich das Bedürfnis hatte, die Polizisten darauf hinzuweisen. Und - zu meiner Überraschung: die beiden waren nett und verständnisvoll. Ja, der wäre ihnen auch schon aufgefallen, wo er denn gerade sei. Nein, nein, meinte ich darauf, er wäre gerade nicht in der Nähe; ich hätte sie einfach gesehen und wollte ihnen das einmal sagen. Sie versicherten mir daraufhin, dass sie sich darum kümmern würden. So haben die beiden - ohne es zu wissen - mein Vertrauen in die Polizei wenigstens teilweise wiederhergestellt. Es wäre schön, wenn mehr Beamte so verständnisvoll wären.

Dann habe ich mir vorgestellt, was wäre, wenn alle Länder angesichts des großen Elends auf der Erde Weihnachten einmal ausfallen lassen würden, um so quasi ein Signal zu setzen. In der Realität nicht realisierbar, oder: realisierbar schon, aber der Wille dazu fehlt eben. So also nur hier kurz angedacht. Und wer weiß: Vielleicht gibt es ja eine solche Initiative - im Kleinen eben, irgendwo von ein paar engagierten Leuten durchgeführt.

So war mein Gang über den Weihnachsmarkt in der Summe durchaus positiv, auch wenn ich mich anfangs über die exorbitanten Preise im “Starbuck’s” geärgert habe.

Sonntag, 24. November 2013

In der Stadt (8) | In der Stadt

Heute (Sonntag) ein paar Betrachtungen zu Dingen, die mich u. a. bei meinem gestrigen Fahrt in die Stuttgarter Innenstadt beschäftigt haben. Vorhin war ich beim Chinesen um die Ecke und habe gebratene Nuden mit Gemüse (”Ohne Glutamat!”) gegessen.

Was mich sonst gerade beschäftigt: Unter anderem nervt mich die aktuelle Werbung des Stuttgarter Energiekonzerns EnBW (“Jetzt spricht Ihr Bügeleisen mit Ihnen.”) Ich verstehe einfach nicht, wie die Leute so einen absoluten Blödsinn entwickeln können, wo es doch weiß Gott sinnvollere Aufgaben gibt. Und der Stuttgarter Verkehrsverbund VVS wird - wie jedes Jahr - im Januar 2014 wieder seine Preise erhöhen (diesen Januar waren es ca. 5%, 2014 sollen es angeblich 2,8% sein). Das ärgert mich auch jedes Mal.1

Wenn ich ins Untergeschoß des Stuttgarter “Saturn” gehe, werde ich von allen Seiten zugedudelt, und ich frage mich, ob das denn wirklich sein muß. Auch im oberen “Karstadt” wird man jetzt mit Dudel-Pop beschallt.

Auf der Königstraße nerven mich die ganzen Bettler, besonders einer, der auf dem Boden dahinkriecht und seinen nackten Beinstumpf vorzeigt. Das ekelt mich jedesmal an und ich frage mich, weshalb die Polizei da nicht einschreitet. Auch die diversen “Demutsbettler” nerven mich total. Vor zwanzig Jahren war das noch alles anders. Damals gab es auch noch die Buchhandlung “Niedlich” neben dem - ebenfalls nicht mehr existierenden - Café Nast. Im Zuge von Stuttgart 21 wird auch in der Stuttgarter Innenstadt ein Betonklotz nach dem anderen hochgezogen, und im Stillen denke ich mir manchmal, dass man Stuttgart - nicht ohne Berechtigung - jetzt auch in “Klotzgart” umtaufen könnte. Weshalb wird denn nicht der vernünftigere Kopfbahnhof K21 verwirklicht? Weil unsere Oberen das nicht wollen und die S21-Gegner sich nicht durchsetzen können. Tja ...
1 Natürlich hat der VVS (bzw. die Stuttgarter Straßenbahn AG) wieder "gute Gründe" für die Erhöhung. Tatsache ist aber, dass die Preise jedes Jahr erhöht werden und nicht nur bei Bedarf. Die SSB nutzt meiner Ansicht nach einfach ihre Stellung als Monopolbetrieb aus, um die Kunden abzukassieren. Ich habe über 30 Jahre in Stuttgart gelebt, und soweit ich mich erinnern kann, sind die Preise jedes Jahr erhöht worden. Warum werden beispielsweise nicht mal die Gewinne gekürzt? Dann bekommen die Aktionäre eben ein bischen weniger an Dividenden. Ich kann mich noch an den Coup erinnern, als der "Paß Orange" abgeschafft und durch das - doppelt so teure - "9-Uhr-Umweltticket" ersetzt wurde. Das neue Ticket hat mit "Umwelt" genausoviel bzw. -wenig zu tun wie das alte, aber "Umwelt" klingt eben gut - auch wenn man dann doppelt so tief in die Tasche greifen muss.

Samstag, 16. November 2013

In der Stadt (7) | In der Stadt

Nach meiner heutigen Fahrt in die Stuttgarter Innenstadt ein paar Gedanken, die mir in der Stadt selbst bzw. auf dem Nachhauseweg gekommen sind. Nach einer Reis-Box im “Hotalo” und einem Kaffee (zum Mitnehmen, weil heute am Samstag kein Sitzplatz frei war) in der Holanka Bar in der Buchhandlung “Wittwer” war ich kurz im "Saturn", da heute mein (schon relativ ramponiertes) Telefon kaputtgegangen ist, und da ich da nichts Passendes finden konnte, war ich noch bei “Conrad Electronic”, um nach einem passenden Ersatz zu suchen. Beim “Conrad” wurde ich denn auch fündig, mußte mir aber im Geschäft die ganze Zeit über Musikgedudel anhören (auch an der Kasse noch), was schon sehr nervig war. Dass die Mehrkeit der Kunden das anscheinend kritiklos hinnimmt, gibt mir zu denken. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass viele Leute immer mehr abstumpfen; dazu paßt auch, dass wirklich überall Leute auf ihre Handys starren und - teiweise bestimmt eine Viertelstunde lang - darauf herumdrücken und -wischen, so als ob es auf der Welt nichts anderes mehr gäbe.

Manchmal komme ich mir vor wie in einem Science-Fiction-Film, in dem es den Protagonisten in eine Zukunft verschlägt, in der die breite Masse total abgestumpft vor sich hinlebt. Beispiele wären etwa “Die Zeitmaschine” (das Original mit Rod Taylor) oder der deutsche Fernsehfilm “Dreht euch nicht um, der Golem geht rum” mit Martin Benrath, der mal irgendwann in den Siebzigern im Fernsehen lief. Mein Eindruck von der Situation heute ist, dass die breite Masse nur brav vor sich hinkonsumieren und von den eklatanten gesellschaftlichen (hier in Deutschland bzw. weltweit) Mißständen nichts wissen will. Hauptsache, man hat ein Handy, auf dem man ‘rumdrücken kann.

In der Buchhandlung “Wittwer” bin ich auf das Buch “Die Welt ohne uns” von Alan Weisman gestoßen, und meine Einschätzung ist, dass wir genau auf eine solche Situation zusteuern, in der es zwar noch einen Planeten Erde gibt, in der es die Menschheit nach langem und fortgesetztem Bemühen aber endlich doch geschafft hat, sich selber auszurotten. Und ich meine, wir sollten uns da nicht zu sicher sein, dass das schon nicht passieren wird. De facto sieht es doch so aus, dass - ungeachtet aller Appelle und Warnungen - ein grundsätzliches Umdenken immer noch nicht in Sicht ist, und ich meine, was soll denn noch alles passieren, bevor wir endlich aufwachen?

P.S.: Da die Menschheit allein in den letzten 650.000 Jahren sieben sog. "Kaltzeiten" (was man umgangssprachlich nicht ganz korrekt als "Eiszeiten" bezeichnet) überlebt hat, ist ein völliges Aussterben der Menschheit eher unwahrscheinlich. Sogar bei einem Atomkrieg dürfte es genügend Überlebende geben, um den Fortbestand der - wenn auch drastisch dezimierten - Menschheit zu sichern.

Donnerstag, 15. August 2013

In der Stadt (6) | In der Stadt

Auf meinen Wegen in die Stuttgarter Innenstadt werde ich zwangsläufig mit den am Straßenrand aufgehängten Wahlplakaten konfrontiert. Wenn ich mir die diversen Slogans anschaue, muß ich mich einfach fragen, was sich die Verantwortlichen dabei denken? Ich komme zu dem Schluß, daß es noch immer genügend Bürger gibt, die auf diese Wahlsprüche hereinfallen und dann sozusagen in einer “emotionalen Schnellentscheidung” (dabei braucht man/frau eben nichts zu denken) ihr Kreuzchen bei der betreffenden Partei machen. Wahlplakate sind ja nichts anderes als Werbung, und so wird auch hier darauf abgezielt, beim Wähler eine positive emotionale Reaktion auszulösen - ungeachtet der Tatsache, wie absurd sich die diversen Schlagworte bei näherem Hinsehen ausnehmen.

Bei all dem denke ich mir: Es muß doch irgendwo auch verantwortungsvolle, integre Politiker geben - oder doch nicht? Die Wahlplakate sprechen ja eher zugunsten meiner pessimistischen Sichtweise.

So bemüht die SPD beispielsweise das “Wir”; was das aber konkret bedeuten soll, hat sich mir persönlich auch nach längerem Nachdenken nicht erschlossen. Ich kann mir das nur so vorstellen, dass das irgendein Werbemensch für originell gehalten haben muss.

Man sieht schon: Logik wird auf Wahlplakaten eher klein geschrieben. Da wird die Familie bemüht, oder es werden gerechte Renten versprochen - Papier ist ja bekanntlich geduldig.

Auf einem Wahlplakat in dem kleinen Ort, in dem ich wohne, ist ein SPD-Kandidat zu sehen, der einem, betrachtet man das Plakat aus einiger Entfernung, entgegenzulächeln scheint. Je näher man dem Plakat allerdings kommt, umso deutlicher wird, dass dieses Lächeln nur eine verkrampfte Maske ist; steht man direkt vor dem Plakat, blickt man in tote Augen, die den Betrachter angstvoll anschauen. Dass solche Werbeplakate gedruckt und aufgehängt werden, gibt mir zu denken; gerade in solchen Fällen entlarvt sich meiner Ansicht nach das System und der uns vorgespiegelte “schöne Schein" auf exemplarische Weise.

Wie das zu ändern ist, weiß ich nicht; zu vieles liegt schon im Argen, man lese nur etwa Bücher wie “Der größte Raubzug der Geschichte” von Marc Friedrich und Matthias Weik. Vielleicht bringt der - Friedrich und Weik zufolge nicht mehr zu vermeidende - Crash am Finanzmarkt die Wende, durch die die Karten neu gemischt werden. Krise als Chance? Das werden wir dann ja sehen.

Montag, 5. August 2013

In der Stadt (5) | In der Stadt

Nachdem das zusätzliche Geld schon fast wieder aufgebraucht ist, stand ich heute vor der Wahl, ob ich den ganzen Tag zu Hause bleiben oder nach Stuttgart in die Stadt fahren sollte. Schließlich entschied ich mich für Letzteres und nahm mir vor, höchstens einen Betrag von EUR 7,- auszugeben. Ich wollte heute auch nicht schon wieder zu dem asiatischen Imbiß gehen (die Gründe dafür habe ich in einem älteren Beitrag erläutert) und entschied mich deshalb, nochmal für das vegetarische SB-Restaurant “Iden”. An der Kasse merkte ich dann aber schlagartig, dass das mit dem Essen nach Gewicht so seine Tücken hat, weil ich prompt bei fast sieben Euro gelandet war (ich wollte eigentlich nicht mehr als EUR 5,- ausgeben). Da war es also schon mal aus mit meinem Vorsatz.

Ich bin dann, um mir noch etwas zu gönnen und vielleicht Kontakt zu jemandem zu bekommen, wieder in die Buchhandlung “Wittwer” gegangen, wo ich vor dem Aufzug in den zweiten Stock Zeuge wurde, wie eine schon etwas ältere Schwäbin mit einer jungen Frau mit Kind noch schnell in den Aufzug zusteigen wollte, dessen Türen sich schon fast geschlossen hatten. Sie fragt also laut die Asiatin im Aufzug: “Hamernoblatz?” Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, mir diese schwäbische Stilblüte zu notieren. Das ist imho auch der Grund, weshalb in der Schule gelernte Fremsprachen bei der praktischen Anwendung so steril klingen: weil die Fehler, die zu einer gesprochenen Sprache einfach dazugehören, nicht mitgelernt werden. Statt dessen wird z. B. ein Schulenglisch gelernt, das in der englischsprachigen Welt so von keinem Menschen gesprochen wird.

Dann - nachdem ich wohl oder übel die Treppe in den ersten Stock genommen hatte - nochmal in “Mein Glück” von Werner Spies gelesen. Zu meiner Überraschung mußte ich festellen, dass Werner Spies in Rottenburg am Neckar augewachsen ist, wo ich geboren wurde und ebenfalls aufgewachsen bin.

Danach in der bei der Hitze innen völlig leeren “Holanka Bar” noch ein Espresso, den ich mir eigentlich gar nicht mehr leisten konnte. Er war auch viel zu schnell weg, und dann blieb mit eigentlich nichts weiter übrig, als zurück in meine Wohnung zu fahren. Als ich zu Hause das Budget der ersten fünf Augusttage ausgerechnet habe, hat mich fast der Schlag getroffen, weil ich pro Tag zehn Euro mehr ausgegeben habe als sonst. Die Lehre, die ich daraus ziehen kann, ist: auch wenn ich mehr Geld habe, mich zuerst einmal an mein normales Budget von EUR 6,- zu halten oder es zumindest im Auge zu behalten, sonst gebe ich in der ersten Euphorie einfach viel zu viel Geld aus und ärgere mich dann wieder über mich.

Donnerstag, 1. August 2013

In der Stadt (4) | In der Stadt

Da heute, am Donnerstag, das Stuttgarter Wochenblatt erscheint, habe ich mich in den Bus gesetzt und bin in die Innenstadt gefahren. Zuerst war ich beim "Fielmann", weil ich neue Gläser für meine Lesebrille gebraucht habe (dachte ich zumindest). Zu meiner großen Überraschung hat mir die nette Augenoptikerin beim Fielmann eröffnet, dass sich meine Werte nicht verändert hätten und ich somit keinen neuen Gläser brauchen würde; ich solle dann eben beim Lesen immer mal wieder eine Pause machen.

So kaufte ich mir schräg gegenüber vom Fielmann auf der Königstraßen eine Crêpe mit Nutella und Banane und überlegte, was ich weiter tun könnte. Schließlich machte ich mich auf den Weg zum Wochenblatt, und als ich das aktuelle Ausgabe aufschlug, dachte ich mir: Das kenne ich doch irgendwo her. Wie ich feststellte, ist das Stuttgarter Wochenblatt vom Donnerstag identisch mit dem Filder-Wochenblatt, das ich am Mittwoch im Briefkasten habe. So habe ich jetzt gegenüber den anderen Interessenten, die eine Mietwohnung suchen, einen Vorteil von einem ganzen Tag.

Nachdem das Café Chamäleon heute relativ voll war (zumindest die Tische vom Stehcafé; da war so eine laute Seniorengruppe, und ich brauchte gerade einfach meine Ruhe), ging ich zurück zum an einem kleinen Platz mit einem Brunnen in der Mitte gelegenen Deli, wo ich einen Espresso bestellte. An sich trinke ich sonst immer normalen Kaffee, aber ich wollte mal etwas Neues ausprobieren. Anschließend überlegte ich kurz, ob ich in der Pizzeria gegenüber vom “Cortijo” eine Pizza essen sollte, aber die (männliche) Bedienung, die vor dem Ristorante an einem Tisch saß, war mir so unsympathisch, dass ich, einem Impuls folgend, ins vegetarische Restaurant “Iden” ging, wo ich mir am Buffet einen Vollkorn-Pfannkuchern und etwas Gemüse nahm (EUR 4,71). Das konnte ich mir aber nur leisten, weil mir ein guter Bekannter, den ich schon über dreißig Jahre kenne, etwas Geld gegeben hat. An sich muß ich auch und gerade jetzt, wo ich etwas mehr habe, aufpassen, dass ich in der ersten Euphorie nicht zuviel ausgebe. Es soll hier auch nicht der Eindruck entstehen, als würde ich quasi Geld ausgebend durch die Stadt ziehen und mir ein schönes Leben machen. Normalerweise habe ich pro Tag EUR 6,- zur Verfügung und muss sehen, wie ich damit zurecht komme.

Nachdem ich das “Iden” verlassen hatte, wollte ich in der Parfümerie des Kaufhauses “Breuninger” nach meinem Lieblingsparfum (“Louve” von Serge Lutens) schauen. Das konnte ich auf Anhieb leider nicht finden, dafür entdeckte ich aber “Royal Oud” von Creed, was ich mir natürlich nie leisten kann. Als ich mir den Namen aufschreiben wollte, gab mir eine nette Verkäuferin eine Probe mit.

Weiter ging es durch die Breuninger-Passage, vorbei an der Brasserie “Flo” und auf den Karlsplatz, an dem jeden Samstag der Flohmarkt stattfindet. Als ich dort stand und überlegte, wohin ich jetzt gehen sollte, schlug die Uhr im Turm der Stiftskirche gerade zwölf. Nach kurzem Überlegen wandte ich mich in Richtung Buchhandlung “Wittwer”, wo mir in der Abteilung “Erfahrungsberichte/Biografien” “Mein Glück” von Werner Spies auffiel. Als ich die erster Seite aufschlug, las ich als erstes eine wirklich wunderschön geschriebene Beschreibung eines goldenen Stifts, den der Autor wohl zum Notieren benutzt. Ob der ausnehmend schönen Sprache habe ich mir dann den Titel notiert und nehme mir vor, es mir mal in der neuen Stadtbücherei auszuleihen. Zuvor muß ich allerdings meine ausgesprochene Aversion gegen diesen sterilen Betonklotz überwinden. Ich begreife es bis heute nicht, wie die Stadt diesen - immerhin 80 Millionen teuren - würfelförmigen Bau hinstellen konnte, wo die alte Bücherei im Wilhelmsbau so eine schöne Atmosphäre hatte. Das ist eben eine dieser Entscheidungen, die über die Köpfe der Bürger hinweg getroffen werden.

In einer anderen Ecke vom “Wittwer” entdeckte ich tatsächlich ein “Knietablett” mit Zebramuster für EUR 36,90. Als ich mich nebenan in die mit rotem Leder überzogene Sitzecke setzte, konnte ich durch die Fensterfront auf das neben dem “Wittwer” gelegene Kunstmuseum schauen. Gerade kam eine der Bedienungen vom Café und setzte sich zu einem Mann, den sie offensichtlich kannte, auf die Steinstufen, die seitlich vom Kleinen Schloßplatz am Kunstmuseum hinunter auf den Schloßplatz führen. Da tauchte auf einmal ein Flaschensammler auf, der eine Art Karren hinter sich herzog. Er rief, ganz offensichtlich erregt, den beiden etwas zu und verschwand dann, seinen Karren hinter sich herziehend, wieder. Das ist eben auch eine Möglichkeit, heute anno 2013 in Stuttgart zu leben, auch wenn ich nicht mit diesem Mann tauschen möchte. So schlecht es mir finanziell auch zeitweise geht, so weit, Flaschen zu sammeln, war ich Gottseidank nie. Abgesehen davon finde ich das auch unhygienisch.

Zum Abschluß gönne ich mir, diesmal in der “Holanka"-Bar im “Wittwer", einen zweiten Espresso und denke bei mir, ich muß ja wohl verrückt sein. Auf der anderen Seite ist das Leben so kurz, und Selbstdisziplin hat doch auch ihre Grenzen. Und dann ist es ja nicht so, dass ich das jeden Tag mache. Obwohl: Das wäre doch das Leben: fotografieren, schreiben, hier und da einen Kaffee trinken, Bücher lesen, ab und zu mit jemandem ins Gespräch kommen ...

Mittwoch, 31. Juli 2013

In der Stadt (3) | In der Stadt

Heute wieder in der Stuttgarter Innenstadt, u. a., um mir eine neue Jeans zu kaufen, da meine alte langsam, aber sicher kaputtgeht. Nachdem ich beim Kaufhof tatsächlich eine preiswerte “Redwood”-Jeans gefunden habe, war ich nach kurzem Überlegen doch wieder bei dem asiatischen Imbiß, zu dem ich öfter hingehe. Ich sehe aber schon, dass ich mir eine Alternative werde suchen müssen; zum einen sind die Gerichte dort einfach zu heiß, zum anderen kann ich gerade den Reis mit Gemüse (mit oder ohne Hühnchen, je nach Budget) langsam nicht mehr sehen. Ich finde es auch nicht gut, dass ich immer wieder zu heiße Gerichte esse; schon von daher ist ein Wechsel wirklich sinnvoll.

Als Nächstes habe ich mir Mut gefaßt und war beim Friseur. Dass ich dort nicht gern hingehe, liegt vor allem an der penetranten Musikbeschallung, der man inzwischen wirklich bei jedem Friseur ausgesetzt ist. Als ich nach kurzem Warten an die Reihe kam, konnte ich es kaum glauben, denn die Musik war tatsächlich ausgeschaltet worden. Mein Glück war aber leider nicht von Dauer, denn kurz, nachdem die Friseuse mit Schneiden angefangen hatte, ging die Musik wieder an. Der Haarschnitt war, wie mir die Friseuse dann im Spiegel zeigte, auch nicht so toll, aber für EUR 13,- kann man anscheinend auch nicht mehr erwarten, und auch diese EUR 13,- konnte ich nur bezahlen, weil mir jemand etwas Geld (u. a. auch für die Jeans) gegeben hat.

Anschließend an den Friseur wollte ich evt. noch im Café Chamäleon einen Kaffee trinken, aber es war kein geeigneter Platz frei, und so habe ich mir nur ein Joghurt-Erdbeer-Eis gekauft. Eigentlich ist “Erdbeere” nicht so ganz mein Geschmack, aber das Eis sah so schön cremig aus, dass ich nicht widerstehen konnte. Im Gehen, wurde ich vielleicht zweihundert Meter weiter wieder vollgedudelt, als ich an einem Reisebüro vorbeiging, die so einen Dudel-Fernseher im Schaufenster stehen haben, und auch beim “Breuninger" schräg gegenüber wird man seit Jahren innen beschallt. Ich habe mir schon überlegt, ob ich für mich mal eine Karte mit “Dudel-Standorten” anlegen soll. (Im oberen Karstadt hat man ja mittlerweilde auch keine Ruhe mehr.) Da kommt dann bestimmt das Argument, das sei verkaufsfördernd, aber mich persönlich macht diese Art von Beschallung eher aggressiv. Wenn es wenigstens so eine unaufdringliche Hintergrundskulisse à la “Ambient” wäre - aber nein: entweder Dudel-Pop aus der Konserve, oder es läuft einer der regionalen Dudel-Sender. Mir kommt es beinahe so vor, als würden es die Leute ohne Musik nicht mehr aushalten.

Bevor ich es vergesse: Nachdem ich mir meine Jeans gekauft hatte, war ich in der Buchhandlung Wittwer, wo ich etwas in “Der größte Raubzug der Geschichte” von Matthias Weik und Marc Friedrich gelesen habe. Da ist mir wieder bestätigt worden, was ich schon lange glaube: dass wir in einer durch und durch verrückten Gesellschaft leben und das nur deshalb so lange gutgeht, weil die Mehrheit diese Verrückheiten a) entweder gar nicht wahrnimmt oder b) wieder ausblendet. Bei solchen komplexen Zusammenhängen wie unserem Geldsystem kommt noch dazu, dass man sich eben entsprechend informieren muss, um die Zusammenhänge einigermaßen zu verstehen. Was ich persönlich so krank finde ist, dass die vielzitierte “Schere zwischen Arm und Reich” politisch gewollt ist, und dass in dieser Sache auch ein parteiübergreifender Konsens herrscht - was uns einiges über den bei uns angeblich herrschenden Pluralismus sagen sollte. Demnächst werden wir ja wieder mit den diversen Wahlplakaten und den ganzen volksverdummendenen Slogans konfrontiert, aber auch hier ist es eben so, dass die Bürger auch selber schuld sind, wenn sie die Leute, von denen sie verdummt werden, trotzdem immer wieder wählen. Ich persönlich gehe zwar zur Wahl, gebe aber mittlerweile nur noch einen ungültigen Stimmzettel ab; das erscheint mir als der für mich einzig gangbare Weg. Vielleicht komme unsere Politiker bei dem laut Weik und Friedrich mittlerweile nicht mehr abzuwendenden Crash zur Vernunft. Ich persönlich glaube jedoch nicht daran.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Blog-Suche

 

by-nc-nd
Januar 2018
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 

Status

Online seit 4517 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 18. Jan, 18:44

Aktuelle Beiträge

Übernommen
Nachdem ich - mit Unterbrechungen - von heute morgen...
claus_01 - 18. Jan, 18:44
Versuchung
Ich habe nach meinem Beitrag "Legal?" mit einem...
claus_01 - 18. Jan, 15:33
Django Reinhardt als...
[ Foto: © Copyright by William P. Gottlieb/Ira...
claus_01 - 18. Jan, 15:11
Fehlersuche
Nachdem ich meinte, ich wäre mit dem Einfügen...
claus_01 - 18. Jan, 14:51
13:24 Uhr
So, die neue Navigation (noch nicht online) für...
claus_01 - 18. Jan, 13:28

Credits

knallgrau

antville

helma

sorua

twoday-net

twoday-agb

rss-feed

Blogverzeichnis - Bloggerei.de


Alternatives
Blogs
Comics
Computer
Copyright
Design
Eigene Texte
Film und Fernsehen
Forschung
Fotografie
Geschichte
Gesellschaft
Gitarre
Grafik
Hardware
Impressum
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren