{ Jazz }

Samstag, 10. November 2007

Traumhaft

'Focus' (Cover)

"Focus" von Stan Getz [ts] und Eddie Sauter [comp, arr].

Freitag, 16. Juni 2006

CD-Tip



[ Foto: Christian Escoudé und Alain Jean-Marie. © Copyright nicht bekannt. ]

Unter den CDs, die ich mir heute aus der Stadtbücherei ausgeliehen habe, ist u. a. “Christian Escoudé With Strings Plays Django Reinhardt“, und – um es vorweg zu sagen – diese CD ist für mich eine angenehme Überraschung. Christian Escoudé, der von Alain Jean-Marie [p], Pierre Michelot [b]1 und Alvin Queen [dr] begleitet wird, ist hier wirklich in Hochform – sowohl auf der elektrischen als auch auf der akustischen Gitarre. Der Ton seiner elektrischen Archtop ist dabei relativ „trocken“, was ich zwar als etwas gewöhnungsbedürftig empfinde; andererseits gibt gerade dieser etwas trockene Sound den teilweise rasanten Läufen Escoudés den gewissen „Biß“.

Die Stücke auf der CD sind – bis auf das erste und das letzte Stück (eigentlich zwei Teile desselben Stücks) - allesamt Kompositionen von Django Reinhardt bzw. Django Reinhardt und Stéphane Grappelli. Das Einzige, was mich an dieser CD stört, sind die nicht übermäßig originellen Streicher-Arragements2, die ich überdies als ziemlich "aufgesetzt" empfinde.3 Da sind mir sogar noch z. B. die süßlichen Arragements von "Charlie Parker With Strings“4 lieber, bei denen wenigstens die Einheit der Stücke erhalten bleibt.

“Christian Escoudé With Strings Plays Django Reinhardt“ ist 1991 als EMARCY 510 132-2 in der Reihe "Gitanes Jazz" auf dem Label PolyGram S.A. France erschienen.
1 Pierre Michelot hat noch selbst in Django Reinhardts letzter Band Kontrabaß gespielt.
2 Die ultimative Aufnahme einer Reinhardt-Komposition mit Streicherbegleitung ist wohl die von Django-Reinhardt selbst, begleitet von dem Orchestre Symphonique Nationale unter der Leitung von Wal-Berg, 1951 live eingespielte Version seines "Troublant Boléro". Allein die Einleitung dieses Stücks, von dem auch eine Version auf der vorliegenden CD enthalten ist, ist absolut traumhaft.
3 Ich glaube, das liegt jedoch vor allem daran, daß da irgendjemand zu den Streichern einen furchtbaren Hall hinzugemischt hat. Ansonsten sind die Arrangements eigentlich nicht so schlecht.
4 Besonders natürlich das phantastische "Just Friends".

Freitag, 24. Februar 2006

Unwiderstehlich

Dass eine Jazz-Big Band und Streicher kein Widerspruch sein müssen, beweist (so meine ich jedenfalls) exemplarisch die während des II. Weltkriegs von Glenn Miller geleitete Army Air Force Band, die in Jerry Gray einen mehr als fähigen Arrangeur hatte.

Anspieltips: "Speak Low" (Gesang: Johnny Desmond, der wirklich um Längen besser war als beispielsweise Ray Eberle, der in der zivilen Band von Glenn Miller das Gros der Stücke gesungen hat, der aber nicht unbedingt ein Jazz-Sänger war), "All's Well, Mademoiselle" mit einer fulminanten Einleitung, die erst relativ moderat beginnt, dann aber mächtig aufdreht, und - definitiv: " ... and now, here's the biggest tune of the books - 'Russian Patrol'", das bereits 1943 eine ganz erstaunliche tiefe, nur von den Posaunen gespielte Passage enthält, die sich anhört, als wäre sie auf einem Computer gesampelt. Noch ein Tip - auf der oben verlinkten CD allerdings nicht enthalten: "Poinciana" (Gesang - wirklich magisch: Johnny Desmond & The Crew Chiefs).

Samstag, 11. Februar 2006

Jazz accordion

Right now I'm listening to "The Song Is You" by the Art Van Damme Quintet, which features (besides a remarkably well-played guitar) some jazz accordion. This reminds me of an amazing version of Ray Noble's "Cherokee", as performed by the George Shearing Quintet of 1949 (the classic quintet, featuring - besides Shearing [p, acc] - Chuck Wayne [g], Margie Hyams [vibes, p], John Levy [b], and Denzil Best [dr]). This track features the most amazing jazz accordion I ever heard. The album ("So Rare") on which it is included was issued on LP as SAVOY SJL 1117. (This LP is still available at GEMM.)

Mittwoch, 25. Januar 2006

Einstieg

Something Cool (cover)

Für diejenigen, die sich für June Christy interessieren, ein CD-Tip, und zwar ihr 1955 aufgenommenes Album "Something Cool".

Dienstag, 24. Januar 2006

"The Age of Steam"

The Age of Steam (cover)

Gestern habe ich bei einer Recherche eine ausnehmend gute Website über Gerry Mulligan - Bariton-Saxophonist, Arrangeur, Komponist, Bandleader - entdeckt. Eine der Platten (ich höre nach wie vor hauptsächlich Vinyl), die mir bestimmt schon an die zehn Jahre im Kopf herumgehen, ist das auch damals schon nicht ganz leicht zu findende Big-Band-Album "The Age of Steam" von 1971, das ich mir unbedingt kaufen wollte, nachdem ich mir - eigentlich per Zufall - eine wirklich sensationelle LP von Mulligans 'Concert Jazz Band' gekauft hatte (damals als KLJ-20021 auf dem italienischen Label KINGS OF JAZZ erschienen1). Gottseidank sind sämtliche Aufnahmen dieser Band mittlerweile von MOSAIC RECORDS als Limited Edition (7.500 Stück) wiederveröffentlicht worden. Für jeden, der auf anspruchsvollen, coolen, eruptiven, souverän arrangierten und gespielten Big-Band-Jazz steht, gibt es da nur eins: kaufen!

P.S.: "Jeru" war nicht nur der Spitzname, den Miles Davis Gerry Mulligan gegeben hat, sondern auch ein von Mulligan komponiertes und arrangiertes Stück, das auf dem Meilenstein "Birth of the Cool" von 1948/49 zu finden ist.
1 Anspieltip: "Out Of This World" von Harold Arlen und Johnny Mercer (der auch den Text zu "Midnight Sun" geschrieben hat).

"Midnight Sun"

Auf der gestern erwähnten June Christy-Website habe ich einen wirklich wunderschönen Soundclip [MP3] von "Midnight Sun" (Hampton/Burke/Mercer) entdeckt, den June Christy begleitet lediglich von Klavier und Kontrabass1 singt. Allein die paar - vom Ansager und ihr selbst gesprochenen - Sätze zur Einleitung des Stücks ("Right you are, Jimmy Wallington!") sind, wenn auch etwas gestellt, absolut hörenswert - aber vermutlich nur für Nostalgiker wie mich!
1 Schon daran kann man sehen (und hören), wie gut sie ist!

June Christy

June Christy, fotografiert von William P. Gottlieb (ca. 1947 - 48)

[ Foto: © Copyright by William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress. ]

Über das (für meine Geschmack allerdings etwas kitschige) "Tampico" vom Stan Kenton Orchestra bin ich auf eine Website über die Jazz-Sängerin June Christy gestossen. Was bei "Tampico" herausragt, ist nicht das Orchester (und auch nicht der Hintergrund-Sprechgesang der Bandmitglieder), sondern die wunderbar klare Stimme von June Christy. Während Kenton besonders während der Vierziger- und Fünfzigerjahre das Synonym für bombastischen Big-Band-Jazz war, steht die Stimme von June Christy dazu in erfrischendem Kontrast. Mit Recht war sie damals neben Anita O'Day eine der besten weissen Sängerinnen der ausgehenden Big-Band-Era. (Wer weiss übrigens noch, dass auch Doris Day ihre Karriere als Sängerin in der Band von Les Brown ("The Band of Renown") gestartet hat, bevor sie in Hollywood als Schauspielerin erfolgreich war?)

Donnerstag, 5. Januar 2006

"Das ist kein Blues."

Das obige Statement1 stammt von Miles Davis und wurde während der Aufnahme der Davis-Komposition "All Blues" geäussert, dem ersten Stück auf der B-Seite von "Kind Of Blue", einem Meilenstein des Jazz und einer der ersten Platten des modalen Jazz, bei dem das bislang übliche Akkordgerüst eines Stückes durch eine Reihe von Skalen ersetzt wurde.

Ich lese gerade "Kind Of Blue: Die Entstehung eines Meisterwerkes" von Ashley Kahn, in dem der obige Ausspruch zitiert wird, und ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, der sich für Miles Davis und seine Musik interessiert.
1 Das hört sich vielleicht gut an, stimmt so aber nicht ganz; der B-Teil (die 'bridge') von "All Blues" ist eben doch in einem Blues-Schema geschrieben; der A-Teil basiert auf einer dorischen Skale).

Mittwoch, 5. Oktober 2005

Tal Farlow Revisited

Red Norvo Trio (cover)

[ Cover: © Copyright 1983 by QUEEN-DISC. ]

Yep! Anlass ist die wirklich unglaubliche Version des Red Norvo Trio von "Zing! Went the Strings of My Heart", ursprünglich als Q-266/SRR-2358.1 veröffentlicht. Dies ist wie gesagt nicht die für DISCOVERY aufgenommene (und 1976 auf SAVOY wiederveröffentlichte) Version, sondern eine der im Oktober/November 1950 in Chicago für das Label STANDARD aufgenommenen transcriptions, die um Längen besser sind.

Nicht nur das in einem furiosen Tempo gespielte Solo von Tal Farlow, auch das Ensemblespiel ist fantastisch! Tja, jetzt sollten diese Aufnahmen nur noch irgendwo erhältlich sein (nämlich auf der CD Vintage Jazz Classics VJC-1008-2 "Red Norvo Vol2" [USA 1990]).

P.S.: Das Foto ist auch auf der Plattenhülle so verrauscht!

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Blog-Suche

 

Die Inhalte dieses Blogs stehen - falls nicht anders angegeben - unter einer Creative Commons License.

Links:
HTML5-Handbuch
CSS 2-Specs

Status

Online seit 4251 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Apr, 10:55

Aktuelle Beiträge

Eclipse
Auf der Website von digitalkamera.de habe ich einen...
claus_01 - 24. Apr, 19:04
Fotos
Das ist ein Screenshot meines neuen Fotobuchs, das...
claus_01 - 24. Apr, 09:58
Impressum
Claus Cyrny Solitudeallee 30 71636 Ludwigsburg Zitate...
claus_01 - 21. Apr, 17:13
Poesie
Foto von mir. Bearbeitung: Gimp. Das ist eine dekorierte...
claus_01 - 14. Jan, 19:01
Nochmal zum Thema "Kaffee"
Tut mir leid, wenn ich jetzt nochmal etwas zum Thema...
claus_01 - 8. Jun, 15:45

Credits

knallgrau

antville

helma

sorua

twoday-net

twoday-agb

rss-feed


Alternatives
Blogs
Buchtip
Comics
Computer
Computergrafik
Copyright
Design
Film und Fernsehen
Forschung
Fotografie
Geschichte
Gesellschaft
Gitarre
Hardware
Impressum
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren