{ Musik }

Mittwoch, 28. November 2007

:: Lieblingsstück { Musik }

Nelson Riddle

Nelson Riddle. Photograph Courtesy of Rosemary Riddle Acerra. Reprinted with permission.

Eines meiner absoluten Lieblingsstücke ist "Retrospection"von Nelson Riddle & 101 Strings, das gerade wieder bei LuxuriaMusic [MP3-Stream] gelaufen ist.

Dienstag, 13. November 2007

:: Entdeckung { Musik }

In dem folgenden RealPlayer-Stream könnt ihr unter anderem das faszinierende "Lost Souls of Saturn" (im Stream nach genau 1:15:55 h.) von Russ Garcia hören. Weitere Stücke sind z. B. (etwas weiter vorn im Stream, nach 46:05 min.) "You Can Make It If You Try" von Sly & The Family Stone, die unter anderem das Kunststück fertigbringen, in ein Funk-Stück eine (vermutlich von Sly Stone gespielte) Stratocaster à la Jimi Hendrix einzubauen.

Montag, 12. November 2007

:: Klassiker: Bossa Nova { Musik }

An dieser Stelle ein Link zu einer tollen Version von "Você E Eu" (RealPlayer; 1:00 min.) von Carlos Lyra, der hier auch selbst singt. Und für Fans der definitive Literaturtip: "Bossa Nova. Eine Geschichte der brasilianischen Musik" von Ruy Castro.

pfeil_gelb Weitere Beiträge zu "Bossa Nova".

Sonntag, 12. November 2006

:: Big Band-Jazz { Musik }

Auf der Website der Airmen of Note habe ich eine Reihe teilweise sensationell guter MP3s ihrer Aufnahmen (in voller Länge) entdeckt. Hier nur zwei zur Auswahl:
  1. "Free Again" [live; Solist: Dave Steinmark]
  2. "My Reverie"
Die Airmen of Note enstanden Anfang der Fünfzigerjahre aus Glenn Millers ehemaliger Army Air Force Band und haben von den Sechzigerjahren bis heute eine ganze Reihe von Alben aufgenommen.

Freitag, 20. Oktober 2006

:: Fundgrube { Musik }

Die englischsprachige Site Singers.com ist eine absolute Fundgrube für hauptsächlich US-amerikanische Vokalgruppen. Nur ein Anspieltip von vielen: "Street of Dreams" [RealPlayer] von den Four Freshmen.

Donnerstag, 19. Oktober 2006

:: Michel Legrand { Musik }

Gerade lief auf LuxuriaMusic "A Man's Castle" von dem französischen Film-Komponisten und Arrangeur Michel Legrand,1 und ich habe lange kein Stück in dieser Richtung gehört, das a) so gut arrangiert, b) instrumentiert und c) so gut (in Stereo) aufgenommen wurde wie dieses (bei den allerersten Takten habe ich zuerst an "The Shark"2 von Hugo Montenegro gedacht). Schade, daß solche Sachen nicht öfter zu hören sind.

The sceptic's choice!
1 In meinem Beitrag über die französische Vokalgruppe Les Double Six habe ich übrigens auch kurz seine Schwester Christiane Legrand erwähnt (Anspieltip: "Le Soir à Paris" [RealPlayer]. wo sie die Sopran-Stimme singt).
2 Zu finden auf dem absolut tollen Soundtrack "Lady in Cement".

Mittwoch, 18. Oktober 2006

:: Alternativen? { Musik }

Os Cariocas oder Tamba Trio? Das ist eine Frage, die so leicht wohl nicht zu beantworten ist; gut sind sie nämlich beide, wie die folgenden RealPlayer-Clips von "Só Danço Samba" sehr deutlich machen:
  1. "Só Danço Samba" (Tamba Trio)
  2. "Só Danço Samba" (Os Cariocas)
Laßt euch dabei aber nicht täuschen: obwohl das Tamba Trio schon ziemlich am Anfang aufdreht, kommt bei Os Cariocas der erste "Knaller" nach 0:45! Zumindest in diesem einen Fall ist mir jedoch die Version des Tamba Trio sympathischer, da die Harmonien einfach moderner sind.

The sceptic's choice! Bossa Nova, Samba, and much more ... Another station featuring Brazillian music ...

Dienstag, 17. Oktober 2006

:: Sylvia Telles { Musik }

Und noch ein Tip: ein RealPlayer-Clip von "Você E Eu" (dt.: "Du und Ich") in einer Aufnahme der (im Dezember 1966 tödlich verunglückten) brasilianischen Sängerin Sylvi(nh)a Telles. Von diesem Stück gibt es übrigens auch eine tolle Version von Lalo Schifrin, die ab und an bei LuxuriaMusic läuft. (Und hier noch ein Clip desselben Stücks, gesungen von Carl(inh)os Lyra, der auch die Musik geschrieben hat; der Text stammt von Vinícius de Moraes.)

Wie Ruy Castro in "Bossa Nova" (Originaltitel: "Chega de Saudade", nach João Gilberto erstem Hit) schreibt, hatte der Gesangsstil von Sylvia Telles maßgeblichen Einfluß auf Gilberto, der Anfang der Fünfzigerjahre noch den eher traditionellen brasilianischen Balladensänger Orlando Silva zum Vorbild hatte.

pfeil_gelb Weitere Beiträge zu "Bossa Nova".

The sceptic's choice! Bossa Nova, Samba, and much more ... Another station featuring Brazillian music ...

:: Noch einmal: Walter Wanderley { Musik }

Walter Wanderley (cover)

Nach meinem Beitrag vor etwa einer Woche über den brasilianischen Organisten, Komponisten und Arrangeur Walter Wanderley muß ich hier doch noch ein paar Sachen ergänzen, die mir erst im Nachhinein aufgefallen sind.

Zuerst einmal: Für mich ist das Highlight in seinem Spiel dieser bereits erwähnte wirklich wunderbare "fließende" Ton (ein Beispiel könnt ihr euch auf dem folgenden Sound-Clip [RealPlayer] aus "Summer Samba" ("Samba de verão") anhören; die bewußte "Stelle" kommt im Clip ab 0:24). Für mich liegt in diesem besagten "Ton" eine unnachahmliche (vielleicht sogar unwiderstehliche) Mischung aus Süße und leichter Melancholie. (Dabei ist das bestimmt nicht immer der Fall; gerade in Stücken wie "Summer Samba" kommt diese Qualität für mich aber ganz deutlich zum Ausdruck.)

Dann (wovon ich anfangs ehrlich gesagt nicht so begeistert war) sein Stakkato, das man bei oberflächlichem Anhören leicht als Manierismus (oder, schlimmer noch: als kitschig) empfinden könnte. Das ist aber, wie mir inzwischen bewußt geworden ist, nur ein erster, sehr oberflächlicher Eindruck. Bei näherem Anhören erschließt sich mir sozusagen langsam die rhythmische Raffinesse, mit der Wanderley seine synkopischen Einwürfe placiert, und für jeden, der ein einigermaßen gutes musikalisches Gehör hat, lohnt es sich imho unbedingt, da einmal etwas genauer hinzuhören.

Damit liegen die besonderen Qualitäten von Walter Wanderley für mich nicht nur darin, daß er (was gerade bei Instrumentalisten eher die Ausnahme ist), einen praktisch sofort wiederzuerkennenden "Ton" hat; seine Aufnahmen erschließen sich - mir zumindest - erst langsam nach wiederholtem Anhören in ihrer ganzen Bandbreite (das aber wie gesagt nur, wenn man bereit ist, sozusagen etwas unter die Oberfläche zu schauen bzw. zu hören). Diese Qualität steht denn auch in denkbarem Gegensatz zu Stücken, die sich - nach der ersten Begeisterung - bei wiederholtem Anhören immer mehr abnutzen (wobei ich mir an dieser Stelle einen etwaigen bösen Seitenhieb auf die derzeitige, primar an Top-40-Material orientierte Musikindustrie ersparen möchte).

pfeil_gelb Weitere Beiträge zu "Bossa Nova".

The sceptic's choice! Bossa Nova, Samba, and much more ... Another station featuring Brazillian music ...

Samstag, 14. Oktober 2006

:: Tip { Musik }

Weiter in "Bossa Nova: The Sound of Ipanema" (Originaltitel: "Chega de Saudade") von Ruy Castro.1 Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das so sympathisch - man könnte fast sagen: "lässig", aber wie gesagt auf eine sympathische Art - geschrieben ist wie dieses. Es beschreibt - wie es der Titel eigentlich schon sagt - die Entstehungsgeschichte der Bossa Nova (feminin!), die laut Autor im Januar 1949 mit der Gründung des Sinatra/Farney-Fanclubs in Tijuca, einem Stadtteil von Rio de Janeiro, beginnt.

Im Augenblick lese ich gerade die Kapitel, die die Anfänge der Karriere von João Gilberto beschreiben, der in den Sechzigern zusammen mit Stan Getz und seiner Frau Astrud den Hit "The Girl from Ipanema" (auf Portugiesisch: "Garota de Ipanema") aufgenommen hat. Ich muß allerdings zugeben, daß ich gerade mit den Bossa Nova-Aufnahmen von Stan Getz so meine Probleme habe: sie sind mir einfach irgendwie zu "glatt" und zu kommerziell ausgerichtet.2

pfeil_gelb Weitere Beiträge zu "Bossa Nova".

The sceptic's choice! Bossa Nova, Samba, and much more ... Another station featuring Brazillian music ...
1 Seht dazu auch meinen Beitrag "Atmosphärisch".
2 Das fängt bereits mit "Jazz Samba" an: Obwohl das Repertoire aus Bossa Nova-Kompositionen wie "Desafinado" besteht, finde ich den Sound der ganzen Platte irgendwie kalt und deprimierend (ok, "Desafinado" vielleicht nicht, aber "Baia" auf jeden Fall). Der ganze Enthusiasmus, der auf rein brasilianischen Bossa Nova-Platten zu finden ist, fehlt hier einfach. (Das kommt wohl mit daher, daß "Jazz Samba" a) in den USA und b) mit einer US-amerikanischen Rhythmusgruppe aufgenommen wurde.)
Wenn ich ganz böse wäre, könnte ich sagen, daß Getz hier einfach clever auf einen Zug aufgesprungen ist und die Tatsache ausgenutzt hat, daß Bossa Nova in den USA noch nicht so bekannt war. Die Ensembles sowie die Soli sind zwar im Großen und Ganzen akzeptabel, aber schon mit dem Klang der elektrisch verstärkten Konzertgitarre von Charlie Byrd habe ich so meine Probleme. (Da es damals, in den Sechzigern, für Konzertgitarren m. W. noch keine Piezo-Tonabnehmer gab, wird die Gitarre wohl über ein Mikrofon abgenommen worden sein; der Klang bleibt aber trotzdem unnatürlich.)
Für mein Gefühl ist das eine Platte, die gerade von Leuten "entdeckt" wird, die noch nie Bossa Nova gehört haben - das war's aber auch schon. Und daß beispielsweise Astrud Gilberto für "The Girl from Ipanema" (zu finden auf "Getz/Gilberto") nur einhundertzwanzig Dollar erhalten hat, während sich Getz die ehemalige Villa von Frances Gershwin (mit 23 Schlafzimmern) gekauft hat, macht mir die Sache auch nicht gerade sympathischer.
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